Monat: Oktober 2019

Parkstadt Karlshorst: Enteignung jetzt für private Investoren!

Im Lichtenberg, dem „Mutterland der Demokratie“ wird für private Investoren enteignet. Durch Beschluss der Planreife entsteht die vorzeitige Grundlage zur Erteilung von Baugenehmigungen für Teile des Bauvorhabens Parkstadt. Der Investor, das börsennotierte Unternehmen Bonava, setzt sich -auch mit Rückenwind des Innensenators Andreas Geisel (SPD)- offenbar durch. Der Vorsitzende des Fachausschusses für ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz, Prof. Hofmann (DIE LINKE), beklagte eine „Marketing-Märchenstunde des Investors“ in der BVV und hat der Planreife im Ausschuss nicht zugestimmt. Die Berechnungsgrundlage für die tatsächlich notwendige Infrastruktur des Bauvorhabens wurde systematisch verschleiert. Die Wortprotokolle des Ausschusses zeugen seit November 2018 von einem „dreifachen Brillenfehler“, eine nette Umschreibung, die aber auch Herr Leonhardt (DIE LINKE) der Bezirksstadträtin nicht abnimmt. Die Bezirksstadträtin Frau Monteiro (SPD) hat Ihre Verantwortung für die Anwendung einer „Kann-Bestimmung“ genutzt und die Kosten für 15 zusätzlich notwendige Grundschulplätze in Höhe von ca. 640.000 Euro dem Steuerzahler übertragen. Leider fehlt bis heute ein Sachgrund für dieses, laut Ihrer Aussage gewohnheitsmäßiges, Verwaltungshandeln. Zur Zeit sucht auch die Berliner Staatsanwaltschaft in einem laufenden Ermittlungsverfahren nach Erklärung.

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Einwohnerantrag gestartet

Unser Wald in Lichtenberg-Karlshorst muss bleiben!

Liebe Karlshorster, liebe Lichtenberger, liebe Nachbarn!

Auf dem Grundstück Waldowallee 115/117 in Karlshorst (ca.7,2 ha) existiert eine zusammenhängende Waldfläche von etwa 2 ha Größe. Diese Fläche kennt kaum jemand, weil sie nicht öffentlich zugänglich ist. Die HOWOGE hat diese Fläche erworben und es sollen dort ca. 350 Wohnungen, sowie ein Schulstandort für ca. 1000 Schüler entstehen. Die bisherigen Planungen gehen vom Erhalt nur einzelner Bäume oder Baumgruppen aus.
Grüne Infrastruktur ist ein Karlshorster Markenzeichen und muss es auch in Zukunft bleiben! Die Vernichtung eines Waldes kann in Zeiten des Klimawandels nicht stillschweigend hingenommen werden!

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Digedags-Platz am Rolandseck !

In Karlshorst lebte und arbeitete viele Jahrzehnte eine Persönlichkeit von bundesweiter Berühmtheit, an die sich hier im Kiez kaum noch jemand erinnert. Es handelt sich um den Grafiker Hannes Hegen (Johannes Eduard Hegenbarth 1925-2014), der in der Waldowallee 15 wohnte und dort auch sein Atelier hatte. Von 1955 (Korrektur J.W.) bis 1975 war Hannes Hegen Zeichner und Autor, der in der DDR sehr begehrten Comikzeitschrift „Mosaik“ und Schöpfer der beliebten Kobolde „Digedags“.
In Zeiten geschlossener DDR-Grenzen ermöglichte Hannes Hegen vielen Kindern und Jugendlichen mit seinen unpolitischen Comicgeschichten phantasievolle Welt- und Zeitreisen. Im Jahre 2010 wurde Hannes Hegen für sein Lebenswerk „Digedags“ mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

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Parkstadt: Die Antworten auf unsere Einwendungen

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Im Herbst 2018 wurde der Bebauungsplan-Entwurf für das Projekt „Parkstadt“ ausgelegt und die Bürger hatten vier Wochen Zeit, Anregungen und Kritik zu äußern. Daraufhin wurden insgesamt 115 Einwendungen eingereicht, viele davon sehr durchdacht und solide begründet. Diese Einwendungen mussten dann vom Bezirksamt „abgewogen“ werden, um den bisherigen Plan ggf. zu verändern.

Das Ergebnis dieser Abwägungen umfasst insgesamt 136 Seiten, einerseits eine komprimierte Zusammenfassung [Dokument 1] und anderseits eine ausführliche Darstellung im Wortlaut [Dokument 2]. Die Abwägungen wurden am 17.09.2019 online gestellt und die Bezirksverordneten sollten darüber am 19.09.2019 befinden. Dies wurde -vernünftiger Weise- vertagt, denn dieses „Werk“ in der vorliegenden Form durchzuarbeiten und zu würdigen, ist eine kaum lösbare Aufgabe.

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