Tagesspiegel

Bis 2030 steigt die Einwohnerzahl Berlins, aber nicht überall gleich stark. Im Norden von Pankow wird’s eng, in Karlshorst und an der Rummelsburger Bucht.

Beim Bau der Parkstadt Karlshorst gehen Bezirk und Investor neue Wege. Bezahlbar und schön sollen die 1000 Wohnungen werden.

In der Initiative Karlshorst-Netz wollen die Anwohner*innen mitgestallten, auch damit es nicht zum infrastrukturellen Supergau kommt. Dafür haben einige Mitglieder die Pläne gewälzt.

Ausbau Hönower Wiesenweg: „Warum soll man eine Straße zu meinen Lasten erweitern, wenn man dies auch anders lösen kann?“, ärgert sich Lohmann, denn rund um sein Grundstück gibt es eine Brachfläche.

Auweia, beim Baubeginn der Parkstadt in Karlshorst kommt es zu Verzögerungen. Grund ist eine Anweisung von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Lichtenberg habe mit dem städtebaulichen Vertrag gegen das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung verstoßen

Eigentlich sollte es bald losgehen mit dem Projekt Parkstadt Karlshorst. Doch ein Vertrag mit dem Bezirk soll nicht mehr gelten, deshalb geht es nicht voran.

Die Linksfraktion kritisierte Stadträtin Birgit Monteiro (SPD), denn diese verzichte ohne Not auf die Anrechnung von Staffelgeschossen und somit auf 35 zusätzliche Sozialwohnungen. Die Linke besteht auf Nachverhandlungen, sonst wolle man dem Bauvorhaben nicht zustimmen.

2019/10/25 SPD Lichtenberg kündigt Zusammenarbeit mit der Linksfraktion

Über 1000 Wohnungen sollen in Lichtenberg entstehen – doch es gibt Streit um 35 Sozialwohnungen. Linke und Investor werfen sich gegenseitig Erpressung vor.

Neues Deutschland

»Wir lassen keinen Bebauungsplan passieren, der die Staffelgeschosse nicht in die Berechnungen der Sozialwohnungsquote einbezieht«, macht Norman Wolf, Fraktionsvorsitzender der LINKE in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg klar.