Das rasante Wachstum der Stadt und die vielen zurückkehrenden Kriegsteilnehmer verschärften die Wohnungssituation in Berlin dramatisch. Peter Behrens, ein Multitalent (Maler, Graphiker, Architekt) und Visionär, der sich bereits mit großzügige Bauten für die AEG als Wegbereiter der Moderne ausgewiesen hatte, sollte im Zeichen der Finanzkrise der Nachkriegsjahre 1918/1919 eine Siedlung für Geringverdienende errichten. Dabei gelang es ihm, die bescheidenen Mittel mit so großem Geschick einzusetzen, dass ein auch heute noch überzeugendes Ensemble entstand.