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Karlshorst ist einsame Spitze im Wohnungsbau!

In keinem Ortsteil von Lichtenberg wurden in den letzten 10 Jahren mehr Wohnungen errichtet als in Karlshorst.

2010 betrug die Einwohnerzahl von Karlshorst 21.113. Bis zum Jahr 2020 ist sie um ca. 34% auf 28.238 gestiegen.
2010 betrug die Einwohnerzahl von Gesamt-Lichtenberg 261.617. Bis zum Jahr 2020 stieg sie um ca. 13% auf 296.837 Bewohner.

Der Vergleich zeigt, dass Karlshorst in den letzten 10 Jahren ca. 2,5 mal stärker gewachsen ist als Gesamt-Lichtenberg.

Die Infrastruktur in Karlshorst ist im gleichen Zeitraum jedoch weitgehend gleichgeblieben. Die über­lasteten Straßen sind nur die sichtbarste Folge. Der Mangel an zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Jugendeinrichtungen usw. ist weitaus schwerwiegender und gipfelt in der völlig desolaten Schulsituation. Für das Schuljahr 2020/2021 fehlen in Karlshorst über 500 Grundschulplätze und eine Verbesserung ist erst in vielen Jahren in Sicht. Trotzdem setzt der Bezirk unverdrossen auf weiteren Wohnungsbau, wodurch sich die Einwohnerzahl bis 2025 um weitere ca. 6.000 – 7.000 Bewohner erhöhen dürfte. Damit wird sich die jetzige Situation noch deutlich verschärfen.

Quellen:
-Soziales Infrastrukturkonzept (SIko), Bezirksamt Lichtenberg
-Statistischer Bericht, Amt für Statistik, Berlin-Brandenburg

3 Gedanken zu „Karlshorst ist einsame Spitze im Wohnungsbau!“

  1. @Wipprecht, Annegret

    Könnten sie ihren Kommentar näher erläutern. Ich werde da nicht schlau, auch nach mehrmaligem lesen. Zumindest fehlt mir da der Zusammenhang „Wohnungsbau ja – aber nicht zu Lasten der Lebensqualität !!!“ und „Die Einseitigkeit rächt sich im Unmut der Bevölkerung!“ Es hat keiner etwas gegen Wohnungsbau solange ein infrastrukturelles Verhältnis hierzu gegeben ist oder ermöglicht wird. Allerdings wenn man das jetzige Bauvorhaben der Bonava sieht hat das nichts mehr mit Wohnungsbau in Karlshorst zu tun. Was soll da bitte „Parkstadt“ sein? Das sieht eher aus wie Marzahn Hellersdorf in Karlshorst. Weiter soll es dann auf dem Gelände der Trabrennbahn geschehen. Mit Karlshorst hat das nichts mehr zu tun. Im Prinzenviertel wurde die einzige Einkaufsmöglichkeit und eine Kita zum Wohle des Kapitals dem Erdboden gleich gemacht. Gebaut hat man architektonischen Müll, der in keinster Weise dem Stadtbild von Karlshorst entspricht. Ach ja, Eigentumswohnungen. Die meisten Wohnungen in der sogenannten Parkstadt sind ebenso Eigentumswohnungen und werden das Wohnungsproblem in Berlin in keiner Weise mildern. Hier geht es nicht darum Wohnraum zu schaffen, sondern darum wie Einzelne schnellstmöglich Geld generieren. Koste es was es wolle. Und wenn man sieht wieviele Kitaplätze dort im Verhältnis entstehen, ist das einfach nur noch lächerlich. Wie im Artikel schon beschrieben, werden uns diese Probleme nicht einholen, sondern nur noch verstärken. Vieles was Karlshorst einmal ausgemacht hat wird bald verschwunden sein. Die vielen Zugezogenen gehen mir schon seit Jahren nur noch auf den Nerv. Es sollte auch Grenzen im Wohnungsbau geben. Man kann natürlich auch alles platt machen und nur noch Wohnraum schaffen, klar. Alles wird einfach nur noch blind Privatisiert. Ob es Land, Wasser oder oder ist. Das Land gibt die Eigenverantwortung an gewinnbringende Unternehmen ab. Somit bleibt am Ende auch kein Platz mehr für Infrastruktur. Wo auch wenn alles verkauft ist.

    Und wenn ich mir „Wohnungsbau ja – aber nicht zu Lasten der Lebensqualität !!!“ ansehe, frag ich mich ernsthaft in welchen Zusammenhang sie Beides setzen. Ich könnte jetzt einfach mal schreiben „Wohnungsbau im Einklang mit der Lebensqualität“. Nur so läßt sich kein Geld generieren.

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  2. Ein wirklich zweifelhafter Titel der Ehrung. Zusammengefasst geht es um Masse statt Klasse, also um viele Wohnungen ohne die Infrastruktur zu schaffen. Am Ende wird auf Kosten der Wohnqualität für die Karlshorster versucht eine über Jahre verfehlte Wohnungspolitik auszugleichen. Man erkennt leider, dass Engagement in der Wohnungspolitik nichts mit Kompetenz zu tun hat.

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  3. Stets der gleiche Inhalt beim Kommentar:
    Wohnungsbau ja – aber nicht zu Lasten der Lebensqualität !!!
    Die Einseitigkeit rächt sich im Unmut der Bevölkerung!

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