Treff der Bücherfreunde vom 21.09.2020

Unser letzter Treff am 21.9.20 fand das 1. Mal wieder im Raum des Vereinshauses im Blockdammweg 34 statt. Mit 7 Teilnemern konnten wir gut die Corona-Schutzregeln einalten.

Das Lesen eines Beitrags „Der lange Weg zum 2. Weltkrieg“ aus dem Buch „Kaffee und Zigaretten“ von Ferdinand von Schirach regte zu einem ernsten Gespräch über die politisch-gesellschaftliche Situation der 1920er Jahre im Vergleich zu den derzeitigen Gegebenheiten in verschiedenen Facetten an.

Weiter wurde der große Schauspieler Dieter Mann, über den in einem Buch durch ein Interview sein Leben und Denken erfragt wurde, zum Gesprächsthema gewählt und festgestellt, dass er zwar ein großer Sprachkünstler war, als Persönlichkeit aber eher enttäuschend abschneidet.

Wolfgang Eubel, das Sprachtalent, das nicht nur in unserem Kreis Beachtung findet, deklamierte Heines „Donna Clara“ Gedicht ohne weitere Kommentierung.

Interessant war auch der Beitrag von einer Lesung innerhalb der Fontane-Ehrung in Neuruppin.

Des Weiteren stand das unlängst erschienene Buch der jungen Autorin Sarah Schmidt „Weit weg ist anders“ im Focus. Die kratzbürstige Berlinerin als Hauptfigur entpuppt sich als praktische Helferin mit Herz. Man muss sich einlesen, was zuweilen Neigung erfordert. Thema: Ja, die Berliner.

Dazu passte eine Reflexion des Schriftstellers Willibald Alexis (1798-1871) mit dem Titel „Der Roland von Berlin“ zur Historie von Berlin mit der Gründung durch Zusammenschluss des älteren Cölln (1237) mit der zahlenmäßig gewichtigeren Bevölkerung Berlins (ab 1244 beurkundet) und dazu auch die am 1. Oktober 100-järige Berlin-Jubiläumsfeier als Metropole durch die Eingemeindung vieler eigenständiger Städte und Orte aus dem Umland 1920. Unter dem Titel „Nichts ist hier heilig“ veröffentlichte Gerhard Holtz-Baumert das Buch „Literaten in Berlin – Berlin in der Literatur“, worin die Bedeutung von Willibald Alexis, eigentlich Häring, deutlich gemacht wird, nach dem Heringsdorf auf Usedom benant wurde (nicht wie vermutet, durch so viele Heringe!) und der zum Vorbild im Schreiben für Theodor Fontane wurde.

Der 5. Oktober wird unser neuer Treff entsprechend der 14-tägigen Termine wieder im Blockdammweg 34 stattfinden.

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