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Stellungnahmen der Parteien

Die Trabrennbahn Karlshorst – Ein Wahrzeichen erhalten

Die SPD-Fraktion Lichtenberg setzt sich für den Erhalt der Trabrennbahn Karlshorst und für den Pferdesport ein und unterstützt daher eine bauliche Entwicklung des Gebietes rund um die Trabrennbahn Karlshorst.

Die Vorschläge der unterschiedlichen privaten Eigentümer*innen gehen für die SPD in eine richtige Richtung. Es wird Wohnraum entstehen, die denkmalgeschützten Gebäude sollen erhalten bleiben, der Standort für den Pferdesport gesichert werden und es ist ein zweiter Rettungsweg für den Carlsgarten geplant. Außerdem sollen Park- und Grünflächen erhalten und vor allem aufgewertet werden und das ganze Gebiet für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Zudem besteht die Möglichkeit, einen in Karlshorst dringend benötigten Sportplatz in die Trabrennbahn zu integrieren.

Die Co-Vorsitzende der SPD-Fraktion und Sprecherin für Stadtentwicklung, Jutta Feige, dazu: „Die Trabrennbahn ist ein kulturelles und sportliches Highlight in Karlshorst. Wer dieses Wahrzeichen erhalten möchte, sollte sich einer Entwicklung nicht versperren. Die SPD unterstützt daher eine Entwicklung des Gebietes. Wir möchten, dass der Pferdesport auch in der Zukunft in Karlshorst eine Heimat hat. Wenn es keine weitere Entwicklung gibt, ist auch eine Zukunft des Pferdesportes auf der Trabrennbahn fraglich.“

Sandy Kliemann, Co-Vorsitzende der SPD-Fraktion, ergänzt: „Beteiligen Sie sich an den verschiedenen Formaten und lassen Sie uns gemeinsam dieses Quartier im Grünen entwickeln. Aktuell können Sie sich online an der baulichen Gestaltung beteiligen. Im Frühjahr 2021 soll der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht werden und bis zur Festsetzung sind auch hierbei Stufen der Bürger*innenbeteiligung vorgesehen.“

29. Januar 2021  http://spd-fraktion-lichtenberg.de/die-trabrennbahn-karlshorst-ein-wahrzeichen-erhalten/


Eigentümer geben gute Impulse für Sport, Wohnen und Umwelt

Seit dem 14. Dezember 2020 ist die Projektvorstellung des städtebaulichen Konzepts „Trabrennbahn Berlin-Karlshorst“ online. Am gleichen Abend startete die CDU-Fraktion Lichtenberg die öffentliche Diskussion mit der verantwortlichen Architektin für das Projekt in ihrem Online-Fraktionsforum. „Die Eigentümer haben sich gemeinsam zu einer klugen Entwicklung rund um den Standort entschieden. Wir begrüßen den angebotenen Mix aus Sport, Wohnen, Kita und Gewerbe ausdrücklich!“, erklärt dazu der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Lichtenberger CDU-Fraktion Benjamin Hudler. „Es ist gut, dass der bestehende Faktor Pferdesport weiterhin berücksichtigt wird und von der Standortentwicklung sogar profitieren könnte.“

Die Beteiligten an der Diskussion im Fraktionsforum lobten u.a., dass der schon lange geforderte zweite Rettungsweg für das Wohngebiet Carlsgarten auch Bestandteil der Planung sei. Auch das Angebot eines neuen Sportplatzes, ist eine Chance, die Karlshorst gut brauchen könne, aber ebenso gut abgewogen sein müsse. Deutlich machten die Christdemokraten im Austausch mit den Planern schließlich auch: „Die Treskowallee ist jetzt schon eine stark ausgelastete Straße. Es braucht Ideen für eine kluge Verkehrsanbindung für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer“, so Hudler. Man freue sich über den weiteren regelmäßigen Austausch über das Vorhaben, den die Entwickler anboten.

Für das Frühjahr 2021 ist der Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren auf Grundlage des städtebaulichen Konzepts geplant. Bestandteil wird dann auch die Schaffung von ca. 70 Kitaplätzen sein. Die verkehrliche Anbindung, auch an den ÖPNV, werde in den nächsten Monaten konkretisiert.

Westlich und südlich der Trabrennbahn Berlin-Karlshorst sollen in einem durchmischten Quartier etwa 500 Wohnungen, davon 150 Sozialwohnungen, sowie Platz für Gewerbe, Handwerker und Dienstleistungen entstehen. (…)

16.12.2020 https://cdu-fraktion-lichtenberg.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=305


Unsere Fraktion hat sich noch keine abschließende Meinung gebildet und nimmt die geäußerten Bedenken sehr ernst. Im Mai wollen wir hierzu auf der Trabrennbahn eine Informationsveranstaltung machen und die Fläche begehen. Den Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

Norman Wolf per mail 23.02.2021


Bündnis 90/Die Grünen setzen bei der Entwicklung der Trabrennbahn Karlshorst auf Dialog

Bündnis 90/Die Grünen begrüßen das Interesse der privaten Eigentümer:innen das Gelände zu entwickeln und ihre Verständigung auf ein städtebauliches Konzept.

Die rege Diskussion des vorgestellten städtebaulichen Konzepts und die zahlreichen Kommentare während der Präsentation des Konzepts auf mein.berlin.de zeigen, dass der Erhalt der Trabrennbahn den Karlshorster:innen wichtig ist. Sie belegen die Akzeptanz des Beteiligungsformats und die Sachkenntnis der Kommentator:innen. 

Die Kommentare helfen den privaten Eigentümer:innen der Trabrennbahn Karlshorst ihr städtebauliches Konzept weiter zu entwickeln und erkannte Konflikte zu moderieren, bevor Bauanträge eingereicht oder auch Bebauungsplanverfahren durchlaufen werden.

Bündnis 90/Die Grünen werden sich bei der Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts vor allem für den Erhalt des wertvollen Baumbestands am Nordeingang und der Biotope auf dem Gelände einsetzen. Die Gestaltung der angedachten Bebauung und verkehrlichen Erschließung muss sich am Tierwohl orientieren und den tierfreundlichen Freizeitpferdesport in den Fokus rücken. Eine weitere Nutzung der Trabrennbahn für Pferderennen und das Training für sogenannte Rennpferde lehnen wir ab. Eine Änderung des Flächennutzungsplans, die u. a. zu weiterer Flächenversiegelung führen würde, sehen wir kritisch.

„Die privaten Eigentümer:innen der Trabrennbahn Karlshorst haben den Mut bewiesen, ein kontroverses städtebauliches Konzept freiwillig mit den Karlshorster:innen zu diskutieren,“ meint Robert Pohle, Sprecher der Verordneten der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen für die Themen ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz, und ergänzt: „Eine Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts zusammen mit den Karlshorster:innen halte ich für eine unabdingbare Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung des Geländes. Wir setzen daher auf den Dialog zwischen den verschiedenen Interessengruppen und ihren politischen Vertreter:innen.“ 
Bündnis 90/ Die Grünen, Gruppe in der BVV Berlin-Lichtenberg, Pressemitteilung 01/21. 16.03.2021                                                                                                   

Keine Verdichtung, eine Grundschule und traditionelle Architektur an der Trabrennbahn Karlshorst

Die AfD-Fraktion Lichtenberg will weniger Verdichtung, den Bau einer Grundschule und traditionelle Architektur im Bebauungsplanverfahren „Trabrennbahn Karlshorst“ verankern.

Die AfD-Fraktion Lichtenberg befürwortet ein Bebauungsplanverfahren, um den Pferdesport zu entwickeln und um in städtebaulich verträglichen Maße Wohnraum und Gewerbeflächen zu schaffen.

Zudem fordert die AfD-Fraktion Lichtenberg, die in Karlshorst dringend benötigte Grundschule im südöstlichen Bereich des Plangebiets zu errichten. Die Schulent-wicklungsplanung des Bezirks legt die Notwendigkeit offen, einen weiteren Schulbau in Karlshorst zu errichten, um zukünftigen Schulplatzmangel zu begegnen.

Jene 500 Wohneinheiten und Gewerbebauten, die in vorliegendem Konzept des Bezirksamts angestrebt werden, sind unangemessen viel. Die AfD-Fraktion lehnt die beabsichtigte bauliche Dichte von 1,5 GFZ als weit überzogen ab. Zum Vergleich: dies entspräche der Dichte der Bebauung zwischen der Godesberger Straße und der Drachenfelsstraße. Die geplante Geschossigkeit von 5 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss ist vollkommen unangemessen. Dies ist auch mit dem Flächennutzungs-plan nicht in Übereinstimmung zu bringen. Stattdessen erwartet die AfD-Fraktion die Gebäudehöhe auf 3 Vollgeschosse zu begrenzen.

Der AfD-Fraktion Lichtenberg es besonders wichtig, die denkmalgeschützte historische Bebauung zu bewahren und die gesamte Anlage in ein stimmiges Ensemble zu verwandeln. Der AfD-Fraktion Lichtenberg legt besonderen Wert darauf, die Berliner Stadtidentität wiederherzustellen. Die Neubauten auf der ehemaligen „Galopprenn-bahn für Hindernis- oder Jagdrennen“ sollen ästhetisch der klassischen preußischen Tradition entsprechen. Die Neubauten sollen gegliederte Haupt- und Seitenfassaden, ausgeprägte Sockelzonen, Regelgeschosse und markante Dachabschlüsse aufweisen. Besonderes Augenmerk liegt auf deutlichen, traditionell klassisch-preußisch gegliederten Gebäudefassaden entlang der Treskowallee. Dazu dienen asymmetrisch angeordnete Baukörper, eine komplexe Dachlandschaft mit geneigten Dächern, Gauben und Giebeln, hochrechteckige Fensterformate und eine limitierte Palette von angenehmen Farben.

Der Baumbestand an der südöstlichen Grenze des Baugebiets ist zu erhalten. Eine weiter verstärkte Versiegelung ist unbedingt zu vermeiden. Die übermäßigen Wohnungs- und Gewerbebauten sind nicht mit dem Landschaftsschutzprogramm in Einklang zu bringen und sind konträr zum Umweltschutzziel.

Stellungnahme der AfD-Fraktion Lichtenberg zum Städtebaulichen Konzept zur Entwicklung des Geländes der Trabrennbahn Karlshorst 02. Februar 2021


Städtebauliche Entwicklung rund um die Trabrennbahn Karlshorst

Das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin und die Eigentümer der Trabrennbahn in Karlshorst informieren gemeinsam über das städtebauliche Konzept zur Entwicklung des Geländes der Trabrennbahn. Da Öffentlichkeitsveranstaltungen in Zeiten von Kontaktbeschränkungen schwierig sind, haben die beteiligten Parteien die Projektvorstellung digital vorbereitet und als Film aufgenommen.

Dieser ist ab sofort auf dem Portal mein.berlin.de unter https://mein.berlin.de/projekte/trabrennbahn-karlshorst/ zu sehen. Dort können Interessierte Informationen zum Projekt einsehen und den Film anschauen. Bürgerinnen und Bürger können bis zum 14. Februar 2021 in der Kommentarspalte unter dem Film ihre Anregungen, Fragen und Hinweise für die weitere Projektentwicklung an das Bezirksamt und die Vorhabenträger übermitteln.

Der Pferdesport hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt und die Eigentümer und Akteure des Trabrennbahn-Geländes in Karlshort möchten das derzeit bestehende Angebot sichern und weiterentwickeln. Dafür haben Sie sich zusammengeschlossen und sind mit dem Entwurf eines städtebaulichen Konzeptes an den Bezirk Lichtenberg von Berlin herangetreten. Dieses beinhaltet nicht nur die Sicherung der Trabrennbahn, sondern auch Wohnungsbau, Entwicklung von Gewerbe und vieles mehr.

14.12.2020 https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.1029943.php


 

Das große Bild hierzu:

Zum diesem Thema haben wir eine Schwerpunktseite erstellt, die den komplexen Sachverhalt inklusive umfangreicher Quellenangaben bündelt.
Lesen Sie mehr unter Bedroht: Trabrennbahn Karlshorst

 

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