Nach wie vor bemühen wir uns, den Bürgerwald in den öffentlichen Besitz zu überführen und allen Karlshorstern zugänglich zu machen. Zwei Jahre sind nunmehr ins Land gegangen, mehrfach wurde über die Einwohnerfragestunde zum Ankauf des Waldes im Bauausschuss ohne Ergebnis nachgefragt. Im Oktober 2025 wurden die Entscheider bei der Howoge und die Stadträtin mit einer persönlichen Mail daran erinnert, miteinander ins Gespräch zu kommen – ohne Antwort und damit ohne Ergebnis. Jetzt endlich (Wartezeit 2 Jahre) liegt seit Mai 2026 ein erster Zwischenbericht zur Ankaufanfrage vor. Die Kernaussagen:
Das Ansinnen, die vorhandene Waldfläche zwischen Waldowallee und Köpenicker Allee, den sogenannten Bürgerwald, als Erholungsraum nutzbar zu machen, wird seitens des Stadtentwicklungsamtes unterstützt. Gerade vor dem Hintergrund des erhöhten Wohnungsbaus im östlichen Karlshorst, der vor allem in unmittelbarer Nähe zum Bürgerwald stattfinden wird, ist es besonders wichtig, dass im gleichen Zuge neue, öffentlich zugängliche Flächen aktiviert werden, die der Erholung und der Freizeitnutzung dienen können. Die angesprochene Waldfläche erscheint hierfür besonders geeignet.
Seitens der HOWOGE wurden bislang keine Vorbehalte gegen das Ansinnen geäußert, die Waldflächen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Gegenteil hat auch die HOWOGE ein Interesse, dass ihre künftigen Mieter die unmittelbar benachbarte Waldfläche mitnutzen können.
Das klang alles sehr positiv und wir dachten schon, am Ziel zu sein. Aber weit gefehlt: Das Bezirksamt beließ es bei diesem „Lippenbekenntnis“ und hat keine weiteren Verkaufsgespräche aufgenommen.
Die HOWOGE konnte es nicht lassen, in diesem Jahr einen Antrag für 3 Neubaublöcke entlang der Köpenicker Allee einzureichen. Ein Teil-Kahlschlag der Waldfläche wäre die Folge. Auf eine Bürgeranfrage im Bauausschuss teilte die zuständige Stadträtin mit, dass dieser Antrag abgelehnt wurde. Es bleibt abzuwarten, ob die HOWOGE neue Versuche unternimmt, mit weiteren Bauanfragen zu erreichen, dass Teile des Waldes dem Kahlschlag zum Opfer fallen.
Wir werden uns weiter für den Erhalt und die Öffnung dieser wichtigen Waldfläche einsetzen, denn sie spielt eine entscheidende Rolle, wohnungsnahes Grün zur Verfügung zu stellen, um das bestehende Defizit an solchen Flächen nicht noch weiter zu erhöhen. Die Fläche kann schnell und mit geringem Aufwand erreicht werden und könnte überwiegend der Kurzzeit- und Feierabend-Erholung dienen.
