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Bürgerbegehren für die Trabrennbahn Karlshorst offiziell gestartet

Mit dem offiziellen Start des Bürgerbegehrens setzt sich der Verein Karlshorst e.V. für die Zukunft der Trabrennbahn als zusammenhängenden Ort für Grün, Sport, Kultur und Freizeit ein – ohne neue Wohn- und Gewerbeflächen ein. Am Familienrenntag, Sonntag, 6. September 2026, beginnt die Unterschriftensammlung in ganz Karlshorst; alle wahlberechtigten Lichtenbergerinnen und Lichtenberger sind zur Unterstützung aufgerufen.

Am 1. September 2026 wurde das Bürgerbegehren im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung von Karlshorst e. V. offiziell eröffnet. Die ersten Unterschriften leisteten die drei Vertrauenspersonen Dr. Götz Frommer, Albrecht Gramberg und Dr. Harald Bresch gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern (siehe Bild).

Worum geht es?

Das Bezirksamt Lichtenberg hat das Bürgerbegehren für zulässig erklärt. Es richtet sich gegen die bisher im Bebauungsplan-Entwurf 11-178 vorgesehenen Wohn- und Gewerbeflächen auf dem Gelände der Trabrennbahn und verfolgt eine klare planerische Alternative.

Die Frage auf den Unterschriftenlisten lautet:

Stimmen Sie dem folgenden an das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin zu richtenden Ersuchen zu: „Das Bezirksamt wird ersucht, dass die Planungsziele des Bebauungsplans 11-178 Trabrennbahn Karlshorst dahingehend geändert werden, dass die Fläche ausschließlich als ein Sondergebiet mit Zweckbestimmung Grün-, Sport-, Kultur- und Freizeitnutzung für den gesamten Geltungsbereich des B-Planes festgesetzt wird, sodass die bislang vorgesehenen Wohn- und Gewerbeflächen entfallen?“

Es geht damit nicht um eine Detailfrage einzelner Gebäude, sondern um eine grundsätzliche Entscheidung: Soll die Trabrennbahn als zusammenhängender Freiraum für Pferdesport, Reittherapie, Kultur, Veranstaltungen, Natur, Bildung und Erholung erhalten bleiben – oder soll sie schrittweise zu einem Bauquartier mit Wohnungen, Gewerbe, Straßen und weiteren versiegelten Flächen umgestaltet werden?

Der aktuell ausgelegte B-Plan-Entwurf sieht auf rund 41 Hektar je nach Variante etwa 656 bis 736 Wohnungen sowie Gewerbe, Dienstleistungen, Gastronomie, zusätzliche Verkehrsflächen, Stellplätze und bauliche Anlagen vor, die insgesamt eine Bebauung mit einer Bruttogeschossfläche (BGF) Variante 1: 108.097 qm / Variante 2: 111.906 qm bedeuten (Dimension der Parkstadt Karlshorst). Gegen diese Entwicklung hat der Verein erhebliche Bedenken veröffentlicht und eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben.

Die Analyse der Entwicklungsperspektive gibt Einblicke in die grundsätzliche Situation, den Ablauf der politischen Entscheidungen und erklärt die diskutierten städtebaulichen Leitbilder

Warum Ihre Unterschrift so wichtig ist

Die Trabrennbahn ist weit mehr als eine Rennbahn. Sie ist ein historisches Denkmalensemble, ein Sport- und Reittherapiestandort, ein Veranstaltungsort und ein bedeutender Freiraum am Übergang zur Wuhlheide. Gerade ihre offenen Flächen, Koppeln, Gehölze, Biotope und Wege machen ihre besondere Bedeutung für Karlshorst und ganz Lichtenberg aus.

Karlshorst e. V. schlägt mit der Domäne Karlshorst ein zukunftsfähiges Konzept vor: ein gemeinwohlorientiertes Stadtgut für Natur, Pferdesport, Therapie, Kultur, Bildung, soziale Angebote, Freizeit und Erholung. Die Alternative lautet nicht „Verfall oder Bebauung“, sondern eine langfristig tragfähige, öffentliche und vielfältige Nutzung des gesamten Areals.

Eine anschauliche Einführung in die Idee bietet das Video: Domäne Karlshorst – Ein zukunftsweisendes Stadtgut für Berlin.

10.000 Unterschriften als Ziel

Rechtlich erforderlich sind mindestens 6.142 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten im Bezirk Lichtenberg. Grundlage sind 3 Prozent der bei der BVV-Wahl 2021 festgestellten 204.711 Wahlberechtigten.

Die drei Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens sind Dr. Götz Frommer, Albrecht Gramberg und Dr. Harald Bresch. Das Bezirksamt hat das Begehren als zulässig eingestuft; der angestrebte Bürgerentscheid hätte die Bindungswirkung eines Ersuchens der Bezirksverordnetenversammlung an das Bezirksamt.

Damit ungültige oder nicht wahlberechtigte Eintragungen ausgeglichen werden können, strebt die Initiative rund 10.000 Unterschriften an. Jede zusätzliche Unterschrift stärkt das Bürgerbegehren und macht deutlich: Die Zukunft der Trabrennbahn muss öffentlich, transparent und gemeinwohlorientiert entschieden werden.

Unterschriftsberechtigt sind Menschen,

  • die mindestens 16 Jahre alt sind,
  • die mit Hauptwohnung im Bezirk Lichtenberg gemeldet sind,
  • die zur BVV-Wahl berechtigt sind,
  • darunter auch wahlberechtigte Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedstaaten.

Bitte achten Sie beim Ausfüllen darauf, alle Angaben leserlich und vollständig einzutragen. Unvollständige, fehlerhafte oder nicht eindeutig zuordenbare Eintragungen können vom Bezirksamt für ungültig erklärt werden.

So können Sie helfen

Die Unterschriftensammlung startet am Sonntag, 6. September 2026, beim Familienrenntag auf der Trabrennbahn Karlshorst. Danach sollen in Karlshorst und im gesamten Bezirk weitere Sammelaktionen folgen.

Es wäre großartig, wenn Sie dies Aktion unterstützen, indem Sie das Formular herunterladen, beidseitig(!!) ausdrucken und damit möglichst viele Unterschriften einsammeln.
Die Listen (auch wenn sie nicht ganz voll sind) bitte abgeben bei:

Dr. Götz Frommer, Oskarstr. 6, 10318 Berlin
Dr. Harald Bresch, Georg-Stern-Straße 36, 10318 Berlin

Ausdrucke der Unterschriftenlisten können auch per email an info@karlshorst.de mit der Angabe von Lieferadresse & Zahl der benötigten Listen angefordert werden!

Helfen Sie mit:

  • Unterschreiben Sie, wenn Sie in Lichtenberg wahlberechtigt sind.
  • Sprechen Sie Nachbarinnen, Nachbarn, Freundeskreise und Kolleginnen und Kollegen auf das Bürgerbegehren an.
  • Werden Sie Unterschriftensammlerin oder Unterschriftensammler.
  • Verteilen Sie Listen und Informationsmaterial in Ihrem Umfeld.
  • Unterstützen Sie Aktionen an öffentlichen Orten, bei Veranstaltungen oder im Wohnumfeld.
  • Teilen Sie die Informationen und das Video zur Domäne Karlshorst in den sozialen Medien.

Informationen und Kontakt

Die Hintergründe zum Bürgerbegehren, die bisherige Entwicklung und die vorgeschlagene Entscheidungsfrage finden Sie im Grundlagenartikel zum Bürgerbegehren.

Für Fragen, Hinweise und konkrete Hilfsangebote erreichen Sie uns unter info@karlshorst.de oder telefonisch unter +49 30 5086054.

Jetzt unterschreiben. Mithelfen. Die Trabrennbahn Karlshorst als öffentlichen Frei-, Kultur-, Sport- und Naturraum sichern.