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Runder Tisch Trabrennbahn: Gemeinwohl organisieren!

Die Zukunft der Trabrennbahn Karlshorst darf nicht auf die Frage reduziert werden, wie viele Wohnungen gebaut werden können oder welche Nutzungen wirtschaftlich verwertbar sind. Das Gelände ist ein prägender Ort für Karlshorst: historisch gewachsen, ökologisch relevant und bedeutsam für Sport, Freizeit, Kultur und das soziale Leben im Stadtteil.

Eine tragfähige Entwicklung muss deshalb synchron erfolgen. Wohnen, Freiraum, Klimaresilienz, Verkehr, soziale Infrastruktur, Pferdesport, kulturelle Nutzung, Eigentum und Finanzierung müssen von Anfang an gemeinsam betrachtet und entschieden werden. Keine dieser Fragen darf später als bloße Folge einer bereits festgelegten Bebauung behandelt werden.

Vom Projekt zur gemeinsamen Aufgabe

Die Trabrennbahn ist kein isoliertes Baugrundstück. Ihre Entwicklung beeinflusst die angrenzenden Wohnquartiere, die Treskowallee, Wegebeziehungen, Schulen und Kitas, Grünräume, Verkehr und die soziale Infrastruktur in ganz Karlshorst.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Bebauung oder Erhalt? Sie lautet vielmehr: Wie kann ein lebendiger, öffentlich zugänglicher und langfristig tragfähiger Ort entstehen, der den Charakter Karlshorsts stärkt?

Dafür braucht es ein Verfahren, das Stadtentwicklung nicht nur verwaltet, sondern gemeinsam organisiert. Ein Runder Tisch Trabrennbahn kann hierfür das zentrale Instrument sein – sofern er verbindlich arbeitet und seine Ergebnisse tatsächlich in Planungen, Verträge und politische Entscheidungen einfließen.

Zwei Vorbilder, zwei Lernfelder

Für die Entwicklung der Trabrennbahn lassen sich wichtige Erfahrungen aus anderen Stadtentwicklungsprojekten nutzen.

Die ehemalige Zeche Zollverein in Essen zeigt, wie ein historisch bedeutsames Großareal langfristig in eine neue Zukunft überführt werden kann. Dort wurden Denkmalpflege, Kultur, Bildung, Wirtschaft, Freiraum und die Entwicklung der umliegenden Stadtteile miteinander verbunden. Das Vorbild Zollverein steht vor allem für eine langfristige Perspektive: Historische Identität wird nicht zum Hindernis für Entwicklung, sondern zum Ausgangspunkt für neue Nutzungen und öffentliche Orte.

Der Stadtteil Vauban in Freiburg steht dagegen für eine verbindliche und organisierte Bürgerbeteiligung. Dort wurde die Zivilgesellschaft nicht erst am Ende eines Planungsverfahrens angehört. Sie erhielt eine eigene Rolle in der Entwicklung des Quartiers. Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Fachleute und Verwaltung konnten frühzeitig über Ziele, Varianten und konkrete Maßnahmen beraten.

Für Karlshorst ergibt sich daraus eine doppelte Aufgabe: Von Zollverein lernen heißt, die Trabrennbahn als identitätsstiftenden Ort mit einer langfristigen Entwicklungsstrategie zu behandeln. Von Vauban lernen heißt, Beteiligung verbindlich, fachlich fundiert und dauerhaft zu organisieren.

Ein Runder Tisch mit Wirkung

Ein Runder Tisch Trabrennbahn darf kein einmaliges Gesprächsformat sein. Er muss ein dauerhaftes Arbeits- und Steuerungsgremium sein, das transparent arbeitet und dessen Empfehlungen öffentlich nachvollziehbar behandelt werden.

Dazu braucht es einen klaren politischen Auftrag, eine unabhängige Moderation, eine professionell ausgestattete Geschäftsstelle und feste Regeln für die Umsetzung der Ergebnisse.

Wesentlich ist eine verbindliche Rückmeldungspflicht: Wenn der Runde Tisch Empfehlungen beschließt, muss das Bezirksamt nachvollziehbar darlegen, ob und wie diese in den Bebauungsplan, städtebauliche Verträge, Grundstücksfragen, Förderanträge oder Fachplanungen übernommen werden. Falls Vorschläge nicht umgesetzt werden können, müssen die Gründe offen benannt werden. Beteiligung erhält nur dann Vertrauen, wenn sie Folgen hat.

So sollte der Runde Tisch organisiert sein

Der Runde Tisch sollte auf mehreren Ebenen arbeiten, damit er sowohl offen als auch entscheidungsfähig bleibt.

EbeneAufgabe
PlenumBerät die großen Entwicklungsziele, Zielkonflikte und Empfehlungen für die politische Entscheidung
KoordinierungskreisBereitet Sitzungen vor, sorgt für Transparenz und begleitet die Umsetzung
FachforenErarbeiten Grundlagen, prüfen Varianten und entwickeln Vorschläge zu einzelnen Themen
GeschäftsstelleOrganisiert Beteiligung, Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit, Datenzugang und Monitoring

Im Plenum sollten Bezirk und BVV, Fachverwaltungen, Eigentümer und Betreiber, Vereine, Bürgerinitiativen, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie geloste Anwohnerinnen und Anwohner vertreten sein. Auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene brauchen eine eigene Stimme, weil die Entscheidungen die Zukunft des Stadtteils über Jahrzehnte prägen werden.

Die Geschäftsstelle sollte unabhängig arbeiten. Sie muss Informationen verständlich aufbereiten, Sitzungen dokumentieren, Beteiligungsmöglichkeiten organisieren und dafür sorgen, dass auch Menschen erreicht werden, die nicht regelmäßig an politischen oder planerischen Verfahren teilnehmen.

Die zentralen Teildiskurse

Damit die Entwicklung nicht einseitig von einzelnen Interessen bestimmt wird, braucht der Runde Tisch mehrere miteinander verbundene Arbeitsbereiche.

Geschichte, Identität und Pferdesport

Die Trabrennbahn ist ein historischer Ort. Deshalb muss geklärt werden, welche baulichen und landschaftlichen Elemente erhalten werden sollen, welche Rolle der Pferdesport künftig spielen kann und wie sich Tradition mit neuen Nutzungen verbinden lässt.

Es geht nicht darum, den Ort unverändert einzufrieren. Es geht darum, seine Geschichte sichtbar und erlebbar zu halten. Tribüne, Geläuf, Zielbereich und prägende Freiräume können Grundlage für einen besonderen öffentlichen Ort sein, der Sport, Freizeit, Kultur und Erinnerung miteinander verbindet.

Natur, Klima und öffentlicher Freiraum

Die Trabrennbahn muss als Teil der grünen Infrastruktur Karlshorsts betrachtet werden. Dabei geht es um Bäume, Boden, Artenvielfalt, Regenwasserversickerung, Frischluft, Hitzeschutz und öffentlich zugängliche Freiräume.

Ein zentraler Punkt ist die dauerhafte Sicherung öffentlicher Flächen. Grünräume dürfen nicht nur als Restflächen zwischen Gebäuden entstehen. Sie müssen frühzeitig geplant, rechtlich abgesichert und langfristig finanzierbar sein.

Der Runde Tisch sollte daher unterschiedliche Modelle prüfen: öffentliche Grünflächen, dauerhaft gesicherte Wege und Aufenthaltsflächen sowie gemeinschaftlich nutzbare Natur-, Sport- und Bildungsräume.

Jugend und soziale Infrastruktur

Die Entwicklung der Trabrennbahn muss auch die Bedarfe von Kindern, Jugendlichen, Familien und weiteren Nutzergruppen der sozialen Infrastruktur frühzeitig einbeziehen. Dazu gehören insbesondere eine Jugendfreizeiteinrichtung, Treffpunkte, Beratungsangebote, Räume für Bildung und Bewegung sowie eine gute Verknüpfung mit den bestehenden Einrichtungen im Umfeld.

Die Einbindung einer Jugendfreizeiteinrichtung ist notwendig und längst überfällig. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene brauchen auf dem Gelände nicht nur eine symbolische Beteiligung, sondern einen festen Ort, an dem ihre Interessen, Nutzungsbedarfe und Alltagswege frühzeitig berücksichtigt werden.

Eine Jugendfreizeiteinrichtung sollte deshalb als Teil der sozialen Infrastruktur mitgeplant und dauerhaft gesichert werden. Sie kann ein Ankerpunkt für informelle Treffpunkte, Beratung, Sport, Kultur, Medienarbeit und niedrigschwellige Beteiligung sein. Gerade bei einem Vorhaben dieser Größenordnung darf Jugend nicht als nachgelagerte Restaufgabe behandelt werden.

Das Tor zur Wuhlheide

Aus landschaftsarchitektonischer Sicht hat die Trabrennbahn eine besondere Portalfunktion. Sie bildet den Übergang zwischen dem verdichteten Stadtteil Karlshorst, den großflächigen Sport- und Freiräumen entlang der Treskowallee und dem Landschaftsraum der Wuhlheide.

Die Zukunft des Areals darf deshalb nicht allein innerhalb der Grundstücksgrenzen oder nur aus der Perspektive des Bezirks Lichtenberg geplant werden. Die Trabrennbahn ist Teil eines größeren zusammenhängenden Freiraum-, Sport- und Erholungsraums, der über die Bezirksgrenze hinweg bis nach Schöneweide und in die Wuhlheide reicht.

Ein solches Tor zur Wuhlheide muss sichtbar, zugänglich und attraktiv gestaltet werden. Es braucht sichere und barrierefreie Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, Familien, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Zugleich muss es Orientierung schaffen: Wer von Karlshorst kommt, soll erkennen und erleben können, dass hier ein besonderer Landschafts- und Erholungsraum beginnt.

Bezirksübergreifend planen

Zur räumlichen Betrachtung gehört auch die angrenzende ehemalige Konversionsfläche auf der Seite von Treptow-Köpenick. Dort liegen wichtige Sport- und Freizeitangebote, darunter die Skaterbahn, der ehemalige Fußballplatz, der derzeit als Modellpark genutzt wird, das Schwimmbad und der Tennisverein.

Diese Orte dürfen nicht als voneinander getrennte Einzelstandorte behandelt werden. Zusammen mit der Trabrennbahn und der Wuhlheide bilden sie einen zusammenhängenden Landschafts-, Bewegungs- und Erholungsraum. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie können diese unterschiedlichen Nutzungen räumlich verbunden, langfristig gesichert und für die Bevölkerung besser zugänglich gemacht werden?

Ein gemeinsames Konzept sollte insbesondere folgende Themen bearbeiten:

  • Durchgehende und sichere Fuß- und Radverbindungen zwischen Karlshorst, Trabrennbahn, Wuhlheide und Schöneweide.
  • Orientierung und Aufenthaltsqualität an der Treskowallee sowie an den Eingängen zu den Sport- und Freiräumen.
  • Sicherung und Weiterentwicklung von Sportflächen für unterschiedliche Altersgruppen und Nutzungsformen.
  • Verbindung von organisierten Sportangeboten, selbstorganisierter Bewegung, Naturerfahrung und Erholung.
  • Erhalt, Qualifizierung und ökologische Vernetzung von Grün- und Freiflächen.
  • Barrierearme Zugänge zu Sport, Freizeit, Kultur und Landschaft.
  • Gemeinsame Betrachtung von Verkehr, Lärm, Beleuchtung, Sicherheit und sozialer Infrastruktur.
  • Langfristige Klärung von Eigentum, Pflege, Betrieb und Finanzierung der öffentlichen Räume.

Die Wuhlheide ist bereits heute ein vielfältiger Freizeit- und Sportlandschaftsraum mit unter anderem Schwimmangeboten, Tennis, Fußball, Skaterplatz, Kletterangeboten und Modellpark. Die Entwicklung der Trabrennbahn sollte diese bestehende Vielfalt nicht schwächen oder überlagern, sondern räumlich und funktional ergänzen.

Gemeinsames Verfahren mit Treptow-Köpenick

Ein Runder Tisch Trabrennbahn muss daher bezirksübergreifend erweitert werden. Neben dem Bezirksamt Lichtenberg sollten das Bezirksamt Treptow-Köpenick, die zuständigen Fachämter beider Bezirke, Sport- und Freizeitträger, Umwelt- und Naturschutzakteure, Vereine sowie die Bewohnerinnen und Bewohner aus Karlshorst und Schöneweide verbindlich einbezogen werden.

Notwendig ist ein gemeinsames Verfahren, das nicht an der Bezirksgrenze endet. Dazu könnte ein bezirksübergreifender Landschafts- und Sportraumrat Wuhlheide – Karlshorst – Schöneweide eingerichtet werden. Dieser sollte eng mit dem Runden Tisch Trabrennbahn verbunden sein und mindestens zweimal jährlich öffentlich tagen.

Seine Aufgabe wäre es, gemeinsame Ziele für Freiraum, Sport, Mobilität, Natur, Erholung und soziale Infrastruktur zu entwickeln. Er sollte außerdem darauf achten, dass Entscheidungen auf der einen Seite der Bezirksgrenze keine Belastungen oder Nachteile auf der anderen Seite erzeugen.

Wohnen und soziale Infrastruktur

Wenn auf oder am Gelände Wohnungen entstehen sollen, müssen Umfang, Lage und Qualität gemeinsam diskutiert werden. Dazu gehören bezahlbare Mieten, barrierefreie Wohnungen, genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnformen sowie Angebote für unterschiedliche Generationen.

Entscheidend ist aber auch die soziale Infrastruktur. Neue Wohnungen erzeugen zusätzlichen Bedarf an Kitas, Schulen, Jugendangeboten, Pflege, Gesundheit, Sportflächen, Nahversorgung und öffentlichen Treffpunkten. Diese Bedarfe müssen vor einer Flächenentscheidung ermittelt und finanziell abgesichert werden.

Wohnen darf nicht isoliert geplant werden. Ein neues Quartier funktioniert nur, wenn sein Alltag mitgeplant wird.

Mobilität und Verbindungen

Die Entwicklung der Trabrennbahn wird Auswirkungen auf Verkehr und Wegebeziehungen haben. Deshalb müssen Fuß- und Radwege, ÖPNV-Anbindung, Querungen, Lieferverkehr, Parkraummanagement und die Belastung der angrenzenden Straßen gemeinsam betrachtet werden.

Eine zukunftsfähige Lösung setzt auf kurze Wege, gute Fahrradverbindungen, attraktive Fußwege und einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Das Gelände sollte kein neuer Verkehrserzeuger werden, sondern ein gut erreichbarer Stadtbaustein mit möglichst wenig zusätzlichem Autoverkehr.

Kultur, Freizeit und lokale Ökonomie

Die Trabrennbahn kann ein Ort werden, der nicht nur an wenigen Veranstaltungstagen funktioniert. Dafür braucht es eine vielfältige Mischung aus Sport, Freizeit, Kultur, Bildung, Gastronomie, Vereinen, sozialen Angeboten und gegebenenfalls gemeinwohlorientiertem Gewerbe.

Die Leitfrage lautet: Welche Nutzungen schaffen an möglichst vielen Tagen im Jahr Öffentlichkeit, Begegnung und Teilhabe? Denkbar sind beispielsweise Räume für Vereine, kulturelle Veranstaltungen, Bewegungsangebote, Umweltbildung, Gastronomie, Märkte, Sport und Freizeit. Wichtig ist, dass diese Angebote nicht nur wirtschaftlich tragfähig, sondern auch für die Nachbarschaft zugänglich bleiben.

Eigentum, Finanzierung und Gemeinwohl

Viele Konflikte der Stadtentwicklung entstehen, weil Eigentum und Finanzierung erst spät oder gar nicht öffentlich diskutiert werden. Bei der Trabrennbahn müssen deshalb frühzeitig Fragen beantwortet werden: Wer trägt die Kosten für Infrastruktur und Freiraum? Welche Flächen sollen öffentlich bleiben? Welche langfristigen Betreiber- und Finanzierungsmodelle sind möglich?

Der Runde Tisch sollte unterschiedliche Instrumente prüfen, etwa Erbbaurechte, städtebauliche Verträge, Fördermittel, gemeinwohlorientierte Trägerschaften oder einen Fonds für öffentliche Infrastruktur und Freiräume. Jede Entwicklungsvariante braucht eine vollständige Rechnung nicht nur für Baukosten, sondern auch für Pflege, Betrieb, soziale Infrastruktur und die langfristige Sicherung öffentlicher Räume.

Transparenz als Voraussetzung

Eine gemeinsame Entwicklung braucht eine gemeinsame Faktenbasis. Alle relevanten Grundlagen sollten öffentlich und verständlich zugänglich sein: Gutachten, Planungsvarianten, Umweltinformationen, Verkehrsprognosen, Infrastrukturbedarfe, Eigentumsfragen und Kostenannahmen.

Ein digitaler Projektraum kann dabei helfen. Er sollte Sitzungsprotokolle, Termine, Arbeitsstände, Karten, Gutachten und Entscheidungen transparent darstellen. So wird sichtbar, welche Fragen geklärt sind, wo Konflikte bestehen und welche Vereinbarungen bereits umgesetzt wurden.

Von der Diskussion zur Umsetzung

Der Runde Tisch sollte in klaren Phasen arbeiten:

  1. Gemeinsame Faktenbasis herstellen und offene Fragen benennen.
  2. Leitbild für die Zukunft der Trabrennbahn entwickeln.
  3. Mehrere räumliche und wirtschaftliche Varianten erarbeiten.
  4. Varianten anhand gemeinsamer Kriterien bewerten.
  5. Empfehlungen öffentlich beschließen und politisch behandeln.
  6. Ergebnisse in Planrecht, Verträge und Finanzierung überführen.
  7. Umsetzung dauerhaft kontrollieren und nachsteuern.

Wichtig ist, dass der Runde Tisch auch nach dem Beschluss eines Bebauungsplans bestehen bleibt. Viele entscheidende Fragen entstehen erst bei der konkreten Umsetzung: bei Bauabschnitten, Freiraumgestaltung, Betreiberkonzepten, Infrastruktur und der tatsächlichen öffentlichen Zugänglichkeit.

Die Trabrennbahn kann zu einem Modell für eine Stadtentwicklung werden, die Geschichte bewahrt, Natur schützt, bezahlbares Wohnen ermöglicht und neue öffentliche Räume schafft. Dafür braucht es kein fertiges Konzept aus der Schublade, sondern ein Verfahren, das unterschiedliche Interessen ernst nimmt und verbindlich zusammenführt.

Die entscheidende Regel sollte lauten:

Keine Flächenentscheidung ohne Klima-, Infrastruktur-, Gemeinwohl- und Finanzierungsnachweis. Keine Zusage ohne rechtliche Sicherung. Keine Umsetzung ohne öffentliche Kontrolle.

So kann aus der Trabrennbahn nicht nur ein Bauprojekt werden, sondern ein gemeinsamer Zukunftsort für Karlshorst.